for violin and piano
2017
in one movement
duration: approx. 18 minutes
Die Sonatine für Violine und Klavier entstand von Dezember 2016 bis Februar 2017 und leitete einen Werkzyklus für Violine ein, in dem u. a. das Violinkonzert Humanité (2017) und das Konzertstück für Violine und Orgel (2018) folgten. Die Grundstimmung dieser Sonatine besteht im beschaulichen Träumen und Seelen-Wandern, so als ob es das Porträt einer empfindsamen, aber rätselhaften weiblichen Seele sein wollte und damit für die Ausführenden und Hörenden mindestens ebenso rätselhaft und undurchschaubar wie diese sein muss. Im Labyrinth von wolkenverhangenen Traumbildern – Erinnerungen und Ahnungen, Ausflügen sowohl in himmlisches Licht als auch in tiefe Abgründe – bewegt sich das Stück ziemlich streng gemäß der überlieferten Sonatensatzform der Wiener Klassik, einschließlich der vorgeschriebenen Wiederholungen. Die Wiederholung des zweiten Teils lässt sich dabei – gemäß üblicher Aufführungspraxis klassischer Sonaten – entweder ausführen oder auch weglassen, wobei beim Entfallen der Wiederholung die dafür vorgesehenen Alternativstellen („2a volta“) nicht bedacht werden können. Das Versetzungszeichen gilt – abgesehen bei Überbindungen – nur für die Note, vor der es steht.

Publisher: Friedrich Hofmeister Musikverlag Leipzig
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World Premiere: 2019, Annweiler am Trifels
see also: “Portrait of a woman” for violin and chamber orchestra

